Erste Hilfe Kurse fĂŒr Ersthelfende

Die erste Hilfe bezeichnet im Allgemeinen lebensrettende und gesundheitserhaltende Sofortmaßnahmen, die von jedem erlernt und im Notfall angewendet werden können. In der Rettungskette ĂŒbernehmen Ersthelfer die Absicherung der Unfallstelle, die Alarmierung und die Betreuung der Patienten. Fall bedingt bezeichnet man Menschen die Erste Hilfe leisten oder Personen, die dazu befĂ€higt sind, als Ersthelfer.

Wie wird man Ersthelfer/in?

FĂŒr gewöhnlich erfolgt die Ausbildung in einem Erste-Hilfe-Kurs ĂŒber 9 Unterrichtseinheiten. Dieser darf nur von einer Stelle durchgefĂŒhrt werden, welche von der zustĂ€ndigen Berufsgenossenschaft fĂŒr die Schulung zugelassen wurde. Besteht bereits eine SanitĂ€ts- bzw. Rettungsdienstausbildung, ist die Teilnahme an dem Seminar nicht mehr notwendig. Das gilt auch fĂŒr Angehörige von Berufsgruppen, in denen solche Erste-Hilfe-Kurse Bestandteil der Ausbildungspraxis sind. Aber auch hier muss die Schulung von einer ermĂ€chtigten Stelle durchgefĂŒhrt worden sein.

Dabei geht es in der Schulung nicht um die Verwendung von Hilfsmitteln wie medizinische GerÀte, Krankentragen oder die Verabreichung von Medikamenten. Denn die Nutzung dieser Mittel fÀllt nicht in den Aufgabenbereich des Ersthelfers.

Wie lange gilt die Ausbildung zum Ersthelfenden im Betrieb?

In der Regel sind Bescheinigungen ĂŒber die betriebliche Ersthelferausbildung nach DGUV-Vorschrift 1 (ehem. BGG/GUV-G 948) zwei Jahre gĂŒltig und mĂŒssen dann durch eine Erste-Hilfe-Fortbildung/ Training aufgefrischt werden.

Wie erfolgt die Anmeldung zur Ersthelfer- Ausbildung?

Um sich bei uns fĂŒr die Ersthelfer-Ausbildung anzumelden, kannst Du Dich mit unserem Kontaktformular per Mail an uns wenden, oder nutze einfach unser Buchungssystem und melde Dich fĂŒr einen Ersthelfer-Kurs an.

Wer darf Ersthelfer und Ersthelferinnen aus- und fortbilden?

Ersthelferinnen und Ersthelfer mĂŒssen von einer ermĂ€chtigten Stelle aus- und fortgebildet werden (§ 26 Abs. 2 DGUV Vorschrift 1). ErmĂ€chtigte Stellen richten sich nach den Anforderungen des DGUV Grundsatzes 304-001. Die Anforderungskriterien werden durch die QualitĂ€tssicherungsstelle Erste Hilfe (QSEH) der gesetzlichen UnfallversicherungstrĂ€ger geprĂŒft. Diese ist bei der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) eingerichtet. Die QSEH fĂŒhrt sowohl das ErmĂ€chtigungsverfahren als auch die Beurteilung des laufenden Lehrbetriebes im Auftrag der gesetzlichen UnfallversicherungstrĂ€ger durch.

Aufgaben des Ersthelfenden im Betrieb

Ersthelfende haben die Aufgabe, bei UnfĂ€llen und Erkrankungen entsprechende Schritte durchzufĂŒhren, bis Fachpersonal eintrifft. Sie bereiten die Ă€rztliche Versorgung vor und leiten im Notfall lebensrettende Maßnahmen ein. Bei leichteren Verletzungen nehmen sie die Erstversorgung vor und organisieren den Transport zum Arzt. Außerdem mĂŒssen sie die Erste-Hilfe-Leistung dokumentieren. Bei all dem muss ĂŒbrigens niemand befĂŒrchten, etwas falsch zu machen oder fĂŒr einen Fehler bestraft zu werden.

Rechtliche Vorgaben fĂŒr Betriebe und Firmen

Um sicherzustellen, dass im Betrieb Erste Hilfe geleistet werden kann, ist der Arbeitgeber verpflichtet, sogenannte betriebliche Ersthelfende ausbilden zu lassen. In jedem Unternehmen ab 2 bis zu 20 anwesenden Versicherten muss stets mindestens eine ersthelfende Person vor Ort sein. Bei mehr als 20 anwesenden Versicherten mĂŒssen in Verwaltungs- und Handelsbetrieben 5 Prozent und in sonstigen Betrieben 10 Prozent der Personen als Ersthelfende zur VerfĂŒgung stehen. NĂ€her bestimmt wird dies sowie weitere Pflichten des Arbeitgebers in der DGUV Regel 100-001 „GrundsĂ€tze der PrĂ€vention“ (§ 26), in der DGUV-Information 204-022 „Erste Hilfe im Betrieb“ sowie in § 10 ArbSchG.

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